Anonymisierte Fallstudie

Von der Initiative zur Institution

Schematische Darstellung: verteilte Akteure aus Industrie, Finanzwesen, Verwaltung und Wissenschaft laufen über eine gemeinsame Plattform zusammen, aus der eine Organisation mit eigenen Strukturen entsteht, die selbst entscheiden und umsetzen kann.
Kontext Philanthropisch finanzierte Transformationsinitiative | Schnittstelle Realwirtschaft, Finanzsystem, Politik
Rolle Programm- und Projektsteuerung (PMO)
Steuerung Gründungsteam und finanzierende Stiftungen
Dauer Mehrmonatige Aufbauphase

Ausgangslage

Eine inhaltlich starke, gründergeführte Initiative sollte aus einer Idee in eine dauerhafte Organisation überführt werden, die eigenständig entscheiden und umsetzen kann.

Worin die Schwierigkeit lag

Aufbau und inhaltliche Arbeit liefen parallel – mit vielen gleichzeitig offenen Fragen und hohem Anspruch an Sorgfalt und Vertraulichkeit.

Zielbild

Aus einer gründergeführten Initiative eine Organisation machen, die gegründet, finanziert und arbeitsfähig ist.

Vorgehen

  1. Strategie und Wirkungslogik gemeinsam mit dem Gründungsteam geschärft und entscheidbar gemacht.
  2. Finanzierung über mehrere Quellen aufgebaut, damit kein einzelner Geldgeber das Vorhaben in der Hand hat.
  3. Die Organisation Schritt für Schritt bis zur Gründung und zum eigenen Betrieb aufgebaut.
  4. Ein Thema exemplarisch bis zum Ende durchgearbeitet, bevor die nächsten aufgemacht wurden.
  5. Die Zusammenarbeit mit den Förderern verlässlich und ehrlich gehalten.

Mein konkreter Beitrag

Konkret habe ich in der Aufbauphase Folgendes vorbereitet, nachgehalten und koordiniert:

  • Vorbereitung und organisatorische Steuerung von Workshop- und Dialogformaten mit mehreren Stakeholder-Gruppen – bis auf Leitungsebene (Vorstand minus eins), inklusive Unterlagen und Ablauf.
  • Erarbeitung der zentralen Gründungsdokumentation für die gemeinnützige gGmbH – Verantwortungsmatrix (RACI), KPI-Modell sowie Personal- und Finanzplanung als vollständige Grundlage für eine tragfähige Gründung.
  • Laufende Abstimmung mit den Eigentümern zu den nächsten Schritten, unterlegt mit Risikobetrachtungen und Szenarien.
  • Begleitung eines Coaching-Formats mit regelmäßiger Präsenz vor Ort.
  • Erstellung, Qualitätssicherung und Freigabe von Reports und extern wirksamen Dokumenten – in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen und mit eigener Ergebnisverantwortung.

Ergebnis

  • Eine eigenständige, gemeinnützige Trägerorganisation gegründet und für die nächste Phase vorbereitet.
  • Eine Strategie- und Finanzplanung, mit der sich Mittel einwerben lassen.
  • Der Nachweis, dass sich das Modell auf weitere Sektoren übertragen lässt.

Erkenntnisse

  • Ob ein junges Vorhaben finanzierbar wird, entscheidet sich im Vorbau. Der entsteht in Workshops mit allen Beteiligten, nicht am Schreibtisch.
  • Klare Rollen, Entscheidungsrechte und Kontrolle früh zu verankern, war die Grundlage für eine tragfähige Governance.

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